Aus der Arbeit des Fördervereins St. Petri Wolgast e.V.

Die St. Petri-Kirche ist bis heute das die Altstadt von Wolgast dominierende Gebäude. Nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch in der Gegenwart begegnen sich bei Instandsetzungsmaßnahmen an diesem Gebäude kirchliche Interessen (Erhaltung eines für die christliche Verkündigung wichtigen Funktionsgebäudes) und städtische Interessen (Erhaltung eines touristisch herausragenden Anziehungspunktes innerhalb der Stadt). Es ist für den Erhalt eines im Mittelpunkt festgelegter Interessen stehenden Gebäudes wichtig, dass sich Drittkräfte mobilisieren lassen, die von den Groß-Interessenten nicht wahrnehmbare Anliegen vertreten und diese, so weit es in ihren Kräften steht, ins öffentliche Bewusstsein heben. Der Förderverein St. Petri Wolgast e.V. (FV St.P.), gegr. 1995, hat sich bis heute hin als eine solche "Dritte Kraft" bewährt, auch wenn er mit wesentlich geringeren Mitteln ausgestattet ist als seine großen Partner.
(Bei Interesse können Sie ausführliche Informationen dazu hier bekommen.)

1. Der Förderverein als Projektförderer

Der FV St.P. hat sich bis heute vier Mal als Impulsgeber und Anschubfinanzierer ins Gespräch gebracht:

  • Projekt 1: Die Begehbarmachung der Fürstengruft
  • Projekt 2: Die Inbetriebnahme der Turm-Außen-Beleuchtung
  • Projekt 3: Die Sanierung der Sarkophage der Wolgaster Greifen (im Jahr 2007 erfolgreich mit einem Festgottesdienst abgeschlossen und am 10. Juni 2010 erhielt das von Wolfgang Hofmann und Dr. Regina Ströbl umgesetzte Restaurierungs-Projekt den europäischen Denkmalschutzpreis Europa Nostra Award in Istanbul)
  • Projekt 4: Die Sanierung der Fenster

2. Der Förderverein als Träger von Vortragsveranstaltungen im Wolgaster Museum

Ab 1995 traten in Wolgast an die Seite der vor allem durch den Wolgaster Museumsverein angebotenen Vortragsfolgen in ergänzender Weise Vortragsveranstaltungen in Verantwortung des Fördervereins St. Petri Wolgast e.V.. Bei der Auswahl der Themen und Referenten spielten und spielen bis heute vier Gesichtspunkte eine maßgebliche Rolle:

  • Es wird das Ziel verfolgt, kirchengeschichtlich und profangeschichtlich wichtige Epochen und Personen, die im Besonderen der gezielten Fehlinterpretation der marxistisch orientierten Geschichtsschreibung preisgegeben waren, in den Mittelpunkt der Darstellung und Betrachtungsweise zu stellen.
  • Es wird beabsichtigt, den BesucherInnen der Vorträge zu verdeutlichen, welche sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen Stadt und Kirchengemeinde Wolgast, sowie die umliegende Region dem Wirken der pommerschen Greifen, insbesondere der Greifen des Hauses Pommern-Wolgast, zu verdanken haben. Dabei wird insbesondere Wert darauf gelegt, vor allem das Bild der in der Nähe des Altars von St. Petri Bestatteten klarer ins öffentliche Bewusstsein zu heben.
  • Es wird bezweckt, in der unmittelbaren Neuzeit angesiedelte; durch die Profangeschichtsschreibung übergangene bzw. fehlinterpretierte kirchengeschichtliche Abläufe bekannt zu machen und zu werten.
  • Es wird angestrebt, die noch laufende Sanierung der Sarkophage der Herzöge des Hauses Pommern-Wolgast öffentlichkeitswirksam zu begleiten, wichtige Einzelheiten der laufenden Arbeiten bekannt zu machen und einem größeren Publikum zu erschließen.

3. Die Unterstützung der Kirchengemeinde St. Petri durch den Förderverein bei der Absicherung der Kirchenöffnungszeiten

Die St. Petri-Kirche ist eine gotische Basilika, deren Inneres den Betrachter vor allem auf Grund seines unverbauten Zustandes beeindruckt. Die zahlreichen Brände, die die Stadt und St. Petri heimsuchten und diesen eindrücklichen Zustand in der Stadtkirche hervorbrachten, haben zwar zahlreiche Stücke des ursprünglichen Inventars vernichtet; einige für die Geschichte der Stadt und die Kirchengeschichte der Region wichtige Stücke sind jedoch erhalten geblieben. Zahlreiche Besucher wissen das zu würdigen. Bis zum Jahre 1993 mussten die Öffnungszeiten für die St. Petri-Kirche mehr oder weniger durch die hauptamtlichen Mitarbeiter der Kirchengemeinde und durch ehrenamtliche Helfer aus der Kirchengemeinde abgesichert werden. Von 1993 an gelang es dem GKR, die Kirche zumindest werktags durch eine einzelne Arbeitskraft offen zu halten, die allerdings nur über eine vom Arbeitsamt finanzierte Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) angestellt werden konnte. Von 1997 an wurde das erfreulicherweise für einige Jahre mit Hilfe des FV St. P. anders. Der FV beantragte als e.V. seinerseits eine eigene ABM, um die Mitarbeiter und Ehrenamtlichen an den Wochenenden und feiertags zu entlasten. Das Arbeitsamt Stralsund genehmigte erstmalig für den Sommer 1997 eine solche Lösung.
Gegenwärtig findet die Besucherbetreuung während der Kirchenöffnungszeiten durchgehend auf ehrenamtlicher Basis statt.

4. Die Fortführung der Sanierung der Kirchenfenster

Im Jahre 2004 gelang es, insbesondere dank des intensiven Drängens des damaligen Vorsitzenden des Fördervereins, Kirchengemeinde und Stadt zum Zwecke der Fertigstellung der Fenstersanierung an St. Petri an einen Tisch zu bekommen und notwendige Arbeiten schrittweise zu koordinieren. Im Jahre 2005 wurde mit einem ersten Schritt begonnen.

5. Der Förderverein als öffentliche Diskussionsebene

Seit dem letzten Wolgaster Kirchenbrand im Jahre 1920 bildet eine flache Notbedachung den oberen Turmabschluss der St.-Petri-Kirche. Immer wieder äußerten vor allem alte Wolgaster in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg den Wunsch, darüber nachzudenken, ob das so bleiben könne und müsse. Den jüngsten Anlass, sich darüber Gedanken zu machen, brachte das Jahr 1990. Damals, ein Jahr nach der "Wende", besuchte der aus Stettin stammende mehrjährige Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Fördervereins "Rettet den Leuchtturm Roter Sand", mit Sitz in Bremerhaven, Ulfert Kaltenstein (inzwischen verstorben) die Stadt Wolgast. Gemeinsam mit dem damaligen Bürgermeister der Stadt Wolgast, Herrn Grählert, meldete er sich beim damals amtierenden Vorsitzenden des GKR zu einem Besuch an. Im Verlaufe des Gespräches ersuchten Beide den Vors. des GKR, im GKR einen Überlegungsprozess in Gang zu setzen mit dem Ziel, die gegebene Turm-Notlösung durch eine "echte" Lösung zu ersetzen. Nähere Einzelheiten können am Ende des ausführlichen Dokumentes 20 Jahre Förderverein St. Petri Wolgast als Helfer der Kirchengemeinde nachgelesen werden.

Irmfried Bringt, Sup. em., Ehrenvors. des Fördervereins St. Petri e.V.. Greifswald, im April 2016

Der Förderverein St. Petri Wolgast e.V.

Ziele des Vereins

Die Ziele des Vereins sind in der Satzung des Fördervereins St. Petri Wolgast e.V. formuliert.

Die sich aus der Satzung ergebenden Aufgaben des Vereins sind:

  • die Kirchengemeinde St. Petri zu Wolgast bei der Sanierung, Unterhaltung und Verschönerung der Kirche "St. Petri" zu unterstützen und dafür Planungsvorschläge zu erarbeiten,
  • Sponsoren für besondere Teilobjekte zu gewinnen,
  • Geld- und Sachspenden sowie Beiträge der Mitglieder zu sammeln und zur Verfügung zu stellen,
  • ideell die Kirchengemeinde zu unterstützen.

Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.

Mitglieder können natürliche und juristische Personen werden.

Der Verein hat zur Zeit etwa 50 Mitglieder.

Der Verein wirbt ständig zur Unterstützung seiner Vorhaben um neue Mitglieder. Bei Interesse können Sie einen Antrag auf Mitgliedschaft hier herunterladen und entweder im Kirchenbüro abgeben oder an die Vorsitzende schicken.

Anschrift des Vereins

Förderverein St. Petri Wolgast e.V.
Vorsitzende:
Annemarie Klingner
Hauptstr. 20, 17449 Mölschow
Tel.: 038377 / 43 30 3, e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Der Vorstand

Annemarie Klingner, Vorsitzende, 17449 Mölschow, Hauptstr. 20, 038377 / 43 30 3

Sebastian Gabriel, 1. Stellvertreter, 17438 Wolgast, Am Kirchplatz 6, 03836 / 60 00 11

Renate Mahlke, Schatzmeisterin, 17438 Wolgast, Heberleinstraße 25, 03836 / 20 22 35

Protokollant: z.Z. nicht besetzt

Ulrich Kober, Beisitzer, 17438 Wolgast, Fritz-Reuter-Str. 1

Über bisher Erreichtes können Sie sich hier informieren.

Als einen schönen Erfolg konnte der Verein seine Unterstützung bei der Sanierung der Sargophage der Pommernherzöge dokumentieren, indem er zur Wiederbestattung der Herzogsfamilien im Rahmen der 750-Jahrfeier der Stadt Wolgast aus diesem Anlass eine Gedenkmedaillie in limitierter Auflage herausgab.
Sie können eine Beschreibung der Medaille ansehen. Die Erstauflage der Medaille ist leider vergriffen, allerdings ist eine Nachauflage seit Mai 2017 am Büchertisch in der Kirche verfügbar.

 

Den Jahres-Veranstaltungsplan finden Sie hier.


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Kurze Öffnung der Synodal- und Kirchenbibliothek

Am 26. August 2017 beteiligte sich der Verein in Zusammenarbeit mit El Mundo an der "Langen Nacht der Denkmäler und Museen" der Stadt Wolgast. Es wurde die Synodal- und Kirchenbibliothek geöffnet und Mitarbeiter vom Eine-Welt-Laden El Mundo boten Weine aus ihrem Verkaufsprogramm an.


Logo SPK

Freundliche Unterstützung der Sparkasse Vorpommern

Am 17.November 2017 erhielt der Verein von der Sparkasse Vorpommern auf dessen Bitte einen Betrag von 2.500,00 € für die "Unterstützung der Restaurierung des vollen Geläutes".


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Am 3. Dezember 2017 wurde in einem Festgottedienst das neue Geläut von St. Petri geweiht.

Aus diesem Anlass ließ der Förderverein kleine Schokoladenglocken herstellen, um sie nach dem Gottedienst zu verkaufen. Der Erlös kommt ebenfalls der Glockeninstallation zugute.


Bankverbindung des Vereins:
Sparkasse Vorpommern Konto-Nr: 371001870, BLZ: 150 505 00
IBAN: DE39 1505 0500 0371 0018 70, BIC: NOLADE21GRW

Vereinsregister-Nr.: 304 des Amtsgerichts Wolgast