Seit 1910 gibt es mit der Herz Jesu Kirche auch ein katholisches Gotteshaus in Wolgast, das man damals für die meist katholischen polnischen Schnitter, die zur Erntezeit kamen, außerhalb der Stadtgrenzen erbaute.
Die Bauzeit einschließlich der Planung betrug nur ein Jahr (die damals unentwickelte Bürokratie machte es möglich: Nur eine Unterschrift in Stralsund war für alle Genehmigungen erforderlich!).
Pfarrer ist Herr Mikulski, Anklam.

Weitere Informationen, auch über die Gottesdienste und Veranstaltungen, kann man auf der Seite http://www.salvator-anklam.de bekommen.

St. Gertrud wurde zu Beginn des 15. Jahrhunderts vor den Toren der Stadt als Teil einer Herberge erbaut, in der Reisende nach der Schließung der Stadttore übernachten konnten. Nach einer Legende soll der zwölfeckige Zentralbau eine Nachbildung des Grabeskirche in Jerusalem darstellen, die Herzog Wartislaw IX. als Pilger besucht hatte. Zwar kann eine Pilgerreise des Herzogs Wartislaws IX. (1400–1457) nicht belegt, aber doch für die Jahre 1418/1419 vermutet werden, die anschließende Stiftung eines Gertrudenhospitals in seiner Residenzstadt Wolgast ist naheliegend. Gertrudenkapellen waren in ganz Norddeutschland verbreitet, von dieser Bauart ist St. Gertrud in Wolgast die letzte auf deutschem Boden.

Seit dem 18. Jahrhundert diente sie als Friedhofskapelle.
Seit der Friedhof und die Kapelle 1975 in städtisches Eigentum übergegangen sind, wird die Kapelle nur sporadisch für Andachten, Trauerfeiern und Konzerte genutzt. Dach und Dachreiter wurden 1996 erneuert, der Innenraum wartet auf eine Sanierung, die 2017/18 erfolgen wird.
In deren Vorbereitung bemüht sich ein im Jahre 2003 gegründeter Förderverein derzeit um ein schlüssiges Nutzungskonzept, welches die vielfältigen Möglichkeiten im Blick haben soll.
Die Gertrudenkapelle ist nicht geöffnet. Interessenten melden sich in der Wolgast-Information (Tel: 0 38 36/60 01 18) oder im Museum (Tel: 0 38 36/20 30 41)

Die Abbildung rechts zeigt den Innenraum der Kirche.

Menschen in persönlichen Notsituationen können, unabhängig von ihrer Konfession, die Hilfe der Kirchengemeinde suchen und erwarten. Sie können sich wegen eines seelsorgerlichen Gespräches vertrauensvoll an Pastor Gabriel wenden. Er unterliegt der Schweigepflicht, Gespräche mit ihm sind kostenlos.

Menschen mit speziellen Problemen können Kontakt zu anderen Beratungsstellen und Diensten aufnehmen:

Krankenhausseelsorge
Kontakt: Pfr. Rainer Laudan Tel.: 03834 / 86 22 21 6; Pfr. Sebastian Gabriel, Tel.: 03836 / 60 00 11

Sterbebegleitung / Hospizdienst
Ambulanter Hospizdienst Greifswald, Tel.: 03834 / 89 95 12

Treffen der Wolgaster Gruppe, immer donnerstags, 19 Uhr, am: 23.3., 18.5., 22.6, 21.9. und 23.11.2017, im Gemeinderaum Am Kirchplatz 7.

Suchtprobleme
Beratungsstelle der Odebrecht-Stiftung, Breite Straße 24, Tel.: 03836 / 2373754 oder 03836/ 2373756

Anonyme Alkoholiker
Bodo Kampowski, Tel.: 03836 / 60 30 34

Begegnungsgruppe
Bernd Lettow, Tel.: 038355 / 61 61 6

Selbsthilfegruppe depressiv Kranker
Jens-Uwe Kasowski, Tel.: 03836 / 60 12 16

Kreisdiakonisches Werk Greifswald
Tel.: 03834 / 30 46 Webseite der Diakonie

Die St. Jürgen Kapelle wurde 1380 außerhalb der damaligen Stadtgrenze als Hospitalkirche erbaut, Namenspatron ist der Hlg. Georg, auf Niederdeutsch Jürgen. Ihre erstmalige Erwähnung findet sich anlässlich einer in einem Stralsunder Testament niedergelegten Stiftung 1420 - so auch die Jahreszahl auf der Wetterfahne. Sie diente zunächst als Andachts- und Wohnhaus für Lepröse, ab 1400, als diese Krankheit in Europa nicht mehr auftrat, als allgemeine Pflegestätte für Kranke, Arme, Sieche und Fremde. Nicht nur das noch bestehende Gebäude, sondern ein Ensemble weiterer Bauten muss dazugedacht werden.

Der derzeitige Bau stammt wohl aus dem 15. Jh. Umfangreiche Wiederherstellungen der Kapelle sind für die Jahre 1592 (unter Herzog Ernst Ludwig) und für 1672 bezeugt. Dabei wurde Kapelle, entsprechend den neueren Anforderungen an ein Hospital, umgebaut. 1710 wurde das Spital zum Pesthaus und der Friedhof zum Pestfriedhof (danach länger nicht genutzt). In der ersten Hälfte des 18. Jh. war St. Jürgen nachweisbar auch in einzelne Stuben, Küche und Kellerräume aufgeteilt – vermutlich vergleichbar mit St. Jürgen Barth (Niederdeutsches Bibelzentrum, da ist dieser Zustand mit Zimmern etc. und Kapelle erhalten). Von Johann Bötticher, Rektor der Wolgaster Stadtschule und Geschichtsschreiber von Wolgast, ist eine Beschreibung der damaligen Einrichtung erhalten. St. Jürgen entwickelte sich später zur Armen- und Begräbniskirche für die Bewohner der Bauwieck, der damaligen nordwestlichen Vorstadt (heutige Wilhelmstr. und Umfeld).

Eine Kanzel der damaligen Ausstattung ist bezeugt und der Totentanz-Zyklus soll zu jener Zeit auch schon von St. Gertruden nach St. Jürgen gebracht worden sein (unsicher). Ab 1940 diente St. Jürgen als Kriegsgefangenenlager. Nach dem Krieg fanden bis 1953 Wiederherstellungsarbeiten statt, seitdem dient St. Jürgen als Winterkirche und Veranstaltungsraum für die Kirchengemeinde und kirchliche Gruppen. Anfang der 1970 Jahre wurden durch die damalige Junge Gemeinde weitere Arbeiten durchgeführt. Das farbige Fenster der Ostwand, Christopherus mit dem Jesusknaben darstellend, stammt aus dem 20. Jh. - die Bleiverglasung wurde von Erich Kliefert (Stralsund) ausgeführt -. Ansonsten begegnet uns eine durchweg schlichte Ausstattung. Um den ehemaligen Friedhof sind noch Reste einer Feldsteinmauer aus dem 16. Jh. und zwei rundbogige Friedhofsportale aus Backstein erhalten.
Seit dem Jahre 2003 ruft von ihr aus auch wieder eine einzelne Glocke zu Andacht und Gebet.

Die Kirche ist nur zu Gottesdiensten und Gemeindeveranstaltungen geöffnet.

Die Kirchengemeinde vermietet elf altersgerechte Wohnungen, die seit dem Jahre 2005 in die komplett sanierten Häuser Am Kirchplatz 1 und 4/5 eingebaut wurden. Die Kaltmiete beträgt 5,35 Euro pro Quadratmeter.
Interessenten müssen mindestens 60 Jahre alt sein, schwerbeschädigt oder Invalidenrentner.
Mit dem Mietvertrag kann ein Betreuungsvertrag mit dem Diakonie-Pflegedienst abgeschlossen werden. Monatliche Kosten: 30 Euro.
Kontakt: Gemeindebüro, Diakonie-Sozialstation

Diakonie-Sozialstation

Eng verbunden mit der Evangelischen Kirchengemeinde ist die Sozialstation der Diakonie.
Ihr Angebot:
- häusliche Krankenpflege
- Hauswirtschaft
- Pflegehotel
- Seelsorge
- Sterbebegleitung
- Beratung

Kontakt:
Diakonie-Sozialstation, Leiterin: Beate Kunze-Voß
Anschrift: Maxim Gorki Str. 4, Tel: 03836 20 25 61
Weitere Informationen, auch zu anderen Sozialstationen im Kreis Ostvorpommern, finden Sie unter www.diakonie-pflegedienst.de

Altenhilfezentrum St.Jürgen

Eng verbunden mit der Evangelischen Kirchengemeinde ist das Evangelische Altenhilfezentrum St. Jürgen. Neben den Gemeindenachmittagen (s. Veranstaltungen) lädt die Kirchengemeinde an jedem Freitag zu Andacht oder Gottesdienst ein.
Kontakt: Thomas Studier - Baustr. 17, Tel: 03836 - 27 0 80

Weitergehende Informationen über das Diakoniewerk finden Sie unter www.kloster-dobbertin.de